TIBETISCHE HUNDERASSEN

 

Am 11. April 1970 wurde in Neu Dehli die erste Zuchtschau tibetischer Hunde mit fünf tibetischen Richtern, welche selbst diese Rassen züchten, abgehalten.

Man unterscheidet seitdem drei Gruppen von tibetischen Hunden, die leider noch nicht alle von der FCI anerkannt wurden.

Die Begleithunde, die Mastiffs und die Shakhis.

Zu den Begleithunden zählen folgende fünf Rassen:

   

Apso, fotografiert auf der Hundeausstellung 1970 in Neu Dehli 

Apso, langhaarige Hunde mit weichem Fell und Bart. Dazu zählen nach unserer Rassehundevorstellung der Lhasa Apso und der Shi Tzu.

   Jemtse Apso, ein kleiner, kurzhaariger Hund, "Jemtse" bedeutet geschnitten, bei uns als Tibet Spaniel bekannt.

Apso Ursu, eine kleine rauhhaarige Hunderasse mit kurzem, hartem Fell und ausgeprägtem Bart. (Leider konnte ich nirgends ein Bild herbekommen.)

  Gho-Khi, ein sehr kleines Hündchen, " das in einer chinesichen Schale gehalten werden kann". Häufig auch als Ärmelhündchen bekannt. Gho bedeutet Adler und es soll Leute gegeben haben, die glaubten, daß diese winzigen Hunde in Adlernestern gefunden wurden.

  Gyakhi, der Pekinese.

   Der Shi Tzu wird bei den Apsos als eigene Variante beschrieben. Sie stammen von den Apsos ab, die den chinesischen Kaisern als Geschenk übergeben wurden. "Shi" bedeutet im chinesischen tibetisch und "tzu" steht für Klasse, Kategorie.

  Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß es keine Gebetshunde gibt. Diesen o.a. Rassen wurden häufig kleine Tricks beigebracht, etwa das Sitzen auf den Hinterbeinen mit gleichzeitigen, wellenartigen Bewegungen der Vorderbeine.

Sie wurden so nur in Klöstern gezüchtet. Die allgemeine Bevölkerung hatte meist größere ( Misch-)Schläge.

Mastiffs

Es werden drei Rassen definiert:

  Dhokhi, ein großer, glatthaariger Herdenschutzhund. Eine bei uns früher Tibet Dogge genannte, aber jetzt auch als Dho-khi bezeichnete Rasse. Hauptsächlich wurden sie zum Schutz der Karawanen und Viehherden eingesetzt. Aber sie bewachen auch Haus und Hof vortrefflich.

Leider werden die Dho-Khi`s noch immer als die Stammform aller Herdenschutzhunde bezeichnet. Das ist nicht nur meines Erachtens nicht richtig. Tibet wurde erst sehr spät durch die westliche Welt entdeckt. Vielmehr gelangten ursprünglich molosserartige Hunde auch nach Tibet und entwickelten sich dort zu verschiedenen Lokalschlägen.

Alle Herdenschutzhunde und  Molosser stammen vom zentralasiatische Owtscharka ab. Für Interessierte sehr zu empfehlen ist die Seite : www.moloss.com . Dort erfährt man praktisch (fast) alles über diese Rassegruppe, leider nur auf englisch.

 

   Dhokhi Apso, ein Hund von mittlerer Größe  mit weichem, langen Fell, bei uns als Tibet Terrier bekannt. Häufig wurden sie zum Treiben und Hüten der Ziegenherden verwendet, fanden aber ebenso als Wachhunde bei Karawanen und Bauern verwendung. In ihrem Heimatland variieren sie enorm in Farbe und Größe.

 

  Kyi Apso, in den USA lebende Zuchtgruppe

Jemtse Apso Dhokhi  Bevorzugt wird der rauhaarige Typ mit kurzem, hartem Fell. Interessanterweise kommen in einem Wurf kurzhaarige Hunde genauso häufig wie rauh- oder zottharige Hunde vor.

Sie haben längere Beine als die Dho-Khi`s, werden aber ebenso wie diese zum Bewachen von Haus und Hof verwendet. In Amerika sind die Hunde als Khi-Apso anerkannt.

Dhokhi bedeutet: der Hund der draußen lebt. Sie wurden auch als Gosung Dhokhi bezeichnet, der Wächter am Gatter.

 

Shakis

ShakhiJPG.JPG (20207 bytes) Bild um 1920

 Shakis werden auch als Congkhi bezeichnet. Es sind die Herdenschutzhunde Tibets. Sie werden aber auch zum Hüten und gelegentlich zur Jagd eingesetzt.

Sie sind immer in hellen Farbtönen, bevorzugt werden die weißen Exemplare. Hochbeiniger als die Dhokhi`s und haben einen Ringelschwanz. ( Sie erinnern mich persöhnlich sehr an Pyrenäenberghunde )

Es gibt sie in zwei Varianten, die sich im Wesentlichen durch ihre Ohren unterscheiden - Steh- und Schlappohrige Shakis.

Von den Shakis wird berichtet, daß sie eine unentbehrliche Hilfe für die Hirten waren. Als Herdenschutzhunde fanden sie genauso Verwendung wie als Hütehunde. Auch begleiteten sie die Karawanen und waren in der Lage, "Ihre" Schafe wieder aus den großen Gemeinschaftsherden zu separieren.

Nur sehr wenige Shakis wurden für die Jagd verwendet. Einigen andersgläubigen Nomadenvölkern blieb dies vorenthalten, denn der Lamaismus ( Buddhismus ) erlaubt nicht das Töten.

  Manche tibetische Nomadenstämme halten Windhunde für die Jagd. Darüber gibt es leider nur einige Hinweise aber keinerlei Literatur. Die Briefmarke stellt einen chin. Windhund dar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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